Frank Ohlsen – Gesund. Bewusst. Selbstbestimmt. Lebensfroh.
Geförderte private Altersvorsorge ab 1. Januar 2027

Heute vorsorgen.
Morgen selbstbestimmt leben.

Das Altersvorsorgedepot verbindet staatliche Förderung mit langfristigem Kapitalmarkt-Sparen. Hier erfährst du verständlich, wie Förderung, ETFs, Risiken, Kosten und Auszahlung zusammenspielen – und kannst deine eigene Situation direkt modellieren.

✓ Neue Förderung verstehen✓ Eigene Zahlen modellieren✓ Riester-Optionen einordnen

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Erst verstehen · dann entscheiden
Rechts- und Informationsstand: 15. Oktober 2026
Kurz erklärt

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Ab dem 1. Januar 2027 können Anbieter neue zertifizierte Altersvorsorgeprodukte anbieten. Dazu gehört erstmals ein Altersvorsorgedepot ohne Beitragsgarantie. Innerhalb des gesetzlichen Rahmens kann das Geld kapitalmarktnah, zum Beispiel über geeignete Fonds und ETFs, angelegt werden.

Daneben bleiben auch Garantieprodukte mit 80 % oder 100 % Kapitalgarantie möglich. Das neue System ersetzt also nicht jede Form von Sicherheit – es erweitert die Auswahl.

Was ändert sich?

Mehr Auswahl zwischen Sicherheit und Renditechance.

  • Kapitalmarktanlage: geeignete Fonds und ETFs sind möglich.
  • Staatliche Zulagen: die Förderung richtet sich ab 2027 direkt nach deinem Eigenbeitrag.
  • Keine Pflichtgarantie beim Depot: dadurch steigen Chancen, aber auch Schwankungs- und Verlustrisiken.
  • Steuerliche Förderung: der Sonderausgabenabzug und die Günstigerprüfung bleiben Teil des Systems.
  • Bestands-Riester bleibt bestehen: alte Verträge werden nicht automatisch beendet oder umgewandelt.
Staatliche Förderung ab 2027

Je mehr du im geförderten Bereich einzahlst, desto höher kann die Zulage sein.

Die neue Förderung ist beitragsproportional. Dadurch lässt sich leichter nachvollziehen, wie viel Zulage zu deinem Eigenbeitrag gehört.

50 Cent

für jeden eigenen Euro bis 360 €

Bis zu 360 € Eigenbeitrag im Jahr werden mit 50 Cent Grundzulage je Euro gefördert. Das ergibt maximal 180 € auf dieser Stufe.

25 Cent

für weitere Eigenbeiträge

Für den Teil von 360,01 € bis 1.800 € Eigenbeitrag gibt es 25 Cent Grundzulage je Euro. Insgesamt sind bis zu 540 € Grundzulage möglich.

bis 300 €

Kinderzulage je Kind

Ein zulageberechtigter Elternteil erhält 1 € Kinderzulage je eigenem Euro bis 300 € Eigenbeitrag – maximal 300 € je förderberechtigtem Kind und Jahr.

200 €

Berufseinsteigerbonus

Wer zu Beginn des Beitragsjahres das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und die Voraussetzungen erfüllt, kann einmalig 200 € zusätzlich erhalten.

Mindesteigenbeitrag120 € pro Jahr für die Grundzulage
Maximal geförderter Eigenbeitrag1.800 € pro Jahr
Maximale Einzahlung6.840 € pro Jahr in den Vertrag
Sonderausgabenabzugbis 1.800 € Eigenbeitrag plus Zulagenanspruch
Dein Förder- & Zinseszinsrechner

Was könnte das Altersvorsorgedepot für deine Situation bedeuten?

Stelle Eigenbeitrag, Familiensituation, Laufzeit und Modellrendite ein. Der Rechner trennt deine Einzahlungen, die Zulagen im Vertrag, einen grob modellierten möglichen zusätzlichen Steuervorteil und die angenommene Wertentwicklung.

Wichtig: Der Steuerwert ist nur eine vereinfachte Modellierung mit einem von dir gewählten Grenzsteuersatz. Die tatsächliche Günstigerprüfung nimmt das Finanzamt anhand deiner Steuerdaten vor. Der mögliche zusätzliche Steuervorteil fließt nicht automatisch in das Depot.

10 €30 €150 €
Eigenbeitrag/Jahr360 €
Grundzulage/Jahr180 €
Zulagen im Vertrag/Jahr180 €
Im Depot/Jahr540 €
Möglicher zusätzlicher Steuervorteil/Jahr**0 €

Bei weniger als 120 € Eigenbeitrag pro Jahr besteht keine Grundzulage. Der Rechner bildet den förderfähigen Eigenbeitrag bis 150 € monatlich (= 1.800 € jährlich) ab.

0 %30 %45 %

** Näherung: möglicher Vorteil aus dem Sonderausgabenabzug oberhalb des Zulagenanspruchs. Kein Steuerbescheid und keine Steuerberatung.

Familienförderung

Die Kinderzulage beträgt bis zu 300 € pro Kind und Jahr und setzt den jeweiligen gesetzlichen Anspruch voraus.

Dann kann einmalig ein zusätzlicher Bonus von 200 € hinzukommen. Dieser Bonus wird in der Steuer-Näherung nicht gesondert berücksichtigt.

Deine SituationZulagen / Monat*Im Depot / Monat*
Ohne Kinder+ 15 €45 €

* Jahreszulagen rechnerisch auf zwölf Monate verteilt.

Langfristiger Vermögensaufbau

Zinseszins: Zeit kann wichtiger sein als der perfekte Einstiegszeitpunkt.

Die Modellrechnung verbindet Eigenbeitrag und Zulagen mit einer wählbaren durchschnittlichen Wertentwicklung. Sie zeigt keine Prognose, sondern macht sichtbar, wie Laufzeit und Renditeannahme den möglichen Endwert beeinflussen.

10 Jahre40 Jahre40 Jahre
Möglicher Depotwert nach 40 Jahren
68.671 €

bei 45 € rechnerischer monatlicher Einzahlung aus Eigenbeitrag und Zulagen und 5 % angenommener durchschnittlicher Wertentwicklung p. a.

Eigene Einzahlungen14.400 €
Zulagen im Modell7.200 €
Modellhafte Wertentwicklung47.071 €
Der Wert der Zeit

Was bedeuten nur 3 Jahre Warten?

Gleicher Eigenbeitrag und gleiche Renditeannahme – aber drei Jahre weniger Zeit für Einzahlungen und Zinseszins.

Heute starten · 40 Jahre68.671 €
→
3 Jahre später · 37 Jahre57.623 €
Modellhafter Unterschied beim Endwert: 11.048 €
LaufzeitJe länger Kapital investiert bleibt, desto länger kann Wiederanlage wirken.
RenditeMehr Renditechance bedeutet in der Regel auch mehr Schwankungs- und Verlustrisiko.
KostenKosten wirken jedes Jahr auf den Anlageerfolg und sollten vor Abschluss verglichen werden.

Modellrechnung: konstante Wertentwicklung von 5–8 % p. a. mit monatlicher Verzinsung; Kinderzulagen nur für die eingegebene voraussichtliche Anspruchsdauer. Der einmalige Berufseinsteigerbonus wird – falls gewählt – nach dem ersten Beitragsjahr berücksichtigt. Kosten, Steuern, Inflation und mögliche spätere Gesetzesänderungen sind im Depot-Endwert nicht berücksichtigt. Tatsächliche Wertentwicklungen können erheblich abweichen; Verluste sind möglich. Keine Renditeprognose oder Garantie.

Riester versus Altersvorsorgedepot

Was ändert sich ab 2027?

Der Vergleich zeigt die Systemunterschiede. Ob ein Wechsel sinnvoll ist, lässt sich daraus allein noch nicht ableiten.

KriteriumRiester-Bestand nach altem RechtAltersvorsorgedepot ab 2027
Förderung175 € Grundzulage plus Kinderzulage bei einkommensabhängigem MindesteigenbeitragBeitragsproportional: 50 Cent je Euro bis 360 €, danach 25 Cent je Euro bis 1.800 €; max. 540 € Grundzulage
Kinderzulage185 € für vor 2008 geborene bzw. 300 € für ab 2008 geborene Kinder, sofern Voraussetzungen erfüllt1 € je eigenem Euro bis 300 €; max. 300 € je förderberechtigtem Kind
AnlageJe nach Vertrag Versicherung, Fondsprodukt oder Banksparplan; 100-%-Beitragserhaltung zum Beginn der AuszahlungsphaseDepot ohne Garantie möglich; daneben neue Garantieprodukte mit 80 % oder 100 % Garantie
Renditechance & RisikoGarantie begrenzt häufig den frei investierbaren Anteil; Risiko je nach VertragIm Depot höhere Kapitalmarktchancen, dafür keine Garantie und volle Kursschwankungen möglich
FlexibilitätBestandsvertrag bleibt nach alten Regeln weiterführbarNeue Produktwelt, erleichterter Anbieterwechsel und flexiblere Auszahlungsphase
KostenStark vertragsabhängig; bestehende Abschluss-, Verwaltungs- und Fondskosten prüfenStark produktabhängig; beim Standarddepot sind die Effektivkosten in der Ansparphase auf 1 % begrenzt
AuszahlungNach den vertraglichen/alten gesetzlichen Regeln, regelmäßig lebenslange Verrentung mit bis zu 30 % TeilkapitalWahl zwischen lebenslanger Leibrente und Auszahlungsplan mindestens bis Alter 85; bis zu 30 % Teilkapital möglich
SteuernFörderung in der Ansparphase, nachgelagerte Besteuerung der geförderten LeistungenGrundprinzip bleibt: Förderung in der Ansparphase, nachgelagerte Besteuerung der geförderten Leistungen
Bestehender Riester-Vertrag

Nicht vorschnell kündigen – zuerst drei Wege prüfen.

Bestandsverträge genießen Bestandsschutz. Es gibt deshalb nicht die eine richtige Entscheidung für alle.

1

Bestehenden Vertrag weiterführen

Der Vertrag kann mit der bisherigen Riester-Förderung weiterlaufen. Das kann interessant sein, wenn Garantien, Kosten, Restlaufzeit oder die bisherige Förderung gut zu deiner Situation passen.

2

Vertrag prüfen und gegebenenfalls anpassen

Prüfe Beitrag, Kosten, Garantien, Anlage und Förderlogik. Bei Bestandsverträgen kann auch ein Wechsel in die neue Förderung durch Erklärung gegenüber dem Anbieter möglich sein.

3

Übertragung in die neue Produktwelt prüfen

Ein Wechsel in einen neuen zertifizierten Vertrag ist möglich. Vorher sollten Übertragungskosten, neue Kosten, verlorene Garantievorteile, Anlagehorizont und persönliche Risikobereitschaft gegeneinander gerechnet werden.

Was gehört in einen Wechsel-Check?

Standmitteilung, bisheriges Guthaben, Garantiewerte, Effektivkosten, Restlaufzeit, Förderhistorie, Familien- und Steuersituation sowie dein gewünschtes Chancen-/Sicherheitsprofil.

Kosten beim Anbieterwechsel: Bei einem Wechsel innerhalb der ersten fünf Jahre kann der abgebende Anbieter bis zu 150 € berechnen; danach ist die Übertragung grundsätzlich kostenfrei. Der aufnehmende Anbieter darf für den Wechsel eine Verwaltungspauschale von bis zu 150 € berechnen. Die konkreten Vertragsbedingungen sind zu prüfen.

Kosten, Risiken und Auszahlung

Was du vor einer Entscheidung genauso kennen solltest wie die Förderung.

Eine gute Vorsorgeentscheidung zeigt nicht nur Chancen, sondern auch Grenzen und Bindungen.

Kapitalmarktrisiko

Ein Altersvorsorgedepot ohne Garantie kann schwanken. Auch längere Verlustphasen sind möglich. Je kürzer die Restlaufzeit, desto wichtiger wird die Risikosteuerung.

Produkt- und Verwaltungskosten

Depot-, Fonds-, Verwaltungs- und gegebenenfalls Vertriebs-/Abschlusskosten reduzieren den Anlageerfolg. Die 1-%-Effektivkostengrenze gilt für das Standarddepot, nicht pauschal für jedes Produkt.

Steuerliche Behandlung

Geförderte Beiträge, Zulagen und darauf beruhende Erträge werden in der Auszahlungsphase grundsätzlich nachgelagert besteuert. Bei ungeförderten Beiträgen gelten differenzierte Regeln.

Kapital ist gebunden

Die Förderung dient der Altersvorsorge. Eine freie Entnahme während der Ansparphase ist grundsätzlich nicht vorgesehen; eine schädliche Verwendung kann zur Rückzahlung von Zulagen und Steuervorteilen führen.

Beginn der Auszahlung

Regulär kann die Auszahlungsphase frühestens mit 65 und spätestens mit 70 beginnen. Ein früherer Beginn ist in gesetzlich geregelten Fällen möglich, etwa wenn bereits eine entsprechende Altersrente gezahlt wird.

Auszahlungswege

Zu Beginn kannst du grundsätzlich zwischen lebenslanger Leibrente und einem Auszahlungsplan wählen, der mindestens bis zum 85. Lebensjahr läuft. Bis zu 30 % Teilkapital können förderunschädlich ausgezahlt werden.

Für wen lohnt sich ein genauer Blick?

Das gleiche Produkt kann in unterschiedlichen Lebenssituationen ganz anders wirken.

Berufseinsteiger

Lange Laufzeit und möglicher 200-€-Bonus vor dem 25. Geburtstag können einen frühen Start besonders interessant machen.

Angestellte

Förderung, Sonderausgabenabzug und bestehende betriebliche oder private Vorsorge sollten gemeinsam betrachtet werden.

Familien mit Kindern

Bis zu 300 € Kinderzulage pro Kind können die Förderung deutlich erhöhen – solange die Anspruchsvoraussetzungen bestehen.

Selbstständige & Freiberufler

Ab 2027 wird der Kreis erweitert. Förderberechtigt können insbesondere Selbständige mit Einkünften nach § 15 oder § 18 Abs. 1 Nr. 1–3 EStG sein, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen – darunter die Steuererklärung – erfüllt sind.

Riester-Bestandskunden

Hier lohnt ein Vergleich besonders: weiterführen, Förderung umstellen oder Kapital übertragen – aber erst nach einem Blick auf Garantien und Kosten.

Frank Ohlsen
Frank Ohlsen
Finanzielle Gesundheit · verständlich · persönlich
Persönliche Begleitung

Du brauchst nicht noch mehr Finanzbegriffe. Du brauchst Klarheit für deine Situation.

Für mich gehört finanzielle Gesundheit zu einem selbstbestimmten Leben. Deshalb möchte ich dir nicht einfach ein Produkt erklären, sondern zuerst verstehen, was du erreichen willst, welche Vorsorge bereits vorhanden ist und wie viel Sicherheit oder Kapitalmarktrisiko zu dir passt.

Was du von mir erwarten kannst

  • verständliche Erklärungen statt Fachsprache
  • deine Lebenssituation vor einer möglichen Lösung
  • Chancen, Risiken und Kosten nebeneinander
  • keine vorschnelle Kündigung bestehender Verträge
  • klare Trennung zwischen allgemeiner Information und konkreter Beratung/Vermittlung

Konkrete Empfehlungen oder Vermittlungen erfolgen erst nach Betrachtung deiner persönlichen Situation und ausschließlich im jeweils gesetzlich zulässigen Beratungs- und Vermittlungsrahmen.

Kostenloses Orientierungsgespräch

Lass uns gemeinsam herausfinden, welche Altersvorsorge zu deinem Leben passt.

Du schilderst deine aktuelle Situation und deine wichtigsten Fragen. Wir sortieren, welche Themen zuerst geprüft werden sollten und ob eine vertiefte Betrachtung für dich sinnvoll ist.

  • bestehende Vorsorge grob einordnen
  • Fördermöglichkeiten und offene Fragen erkennen
  • ersten sinnvollen nächsten Schritt festlegen
  • prüfen, ob eine weitere Zusammenarbeit für beide Seiten passt

Für das erste Gespräch brauchst du keine sensiblen Finanzunterlagen über das Formular zu senden.

Häufige Fragen

Altersvorsorgedepot 2027 – kurz beantwortet

Die wichtigsten Fragen zu Start, Förderung, Riester, Steuern, Risiko und Auszahlung.

Ist das Altersvorsorgedepot schon beschlossen?

Ja. Das Altersvorsorgereformgesetz wurde am 29. Mai 2026 verkündet. Die wesentlichen neuen Produkt- und Förderregelungen treten zum 1. Januar 2027 in Kraft.

Ab wann kann ich ein Altersvorsorgedepot abschließen?

Anbieter können die neuen Altersvorsorgeprodukte ab dem 1. Januar 2027 anbieten.

Wie hoch ist die Grundzulage?

Für Eigenbeiträge bis 360 € pro Jahr gibt es 50 Cent Grundzulage je Euro. Für weitere Eigenbeiträge bis insgesamt 1.800 € gibt es 25 Cent je Euro. Die maximale Grundzulage beträgt 540 € jährlich.

Warum werden aus 30 € Eigenbeitrag im Beispiel 45 € im Vertrag?

30 € monatlich entsprechen 360 € im Jahr. Bei unmittelbarer Förderberechtigung ergeben 50 Cent Grundzulage je Euro auf diesen Betrag 180 € pro Jahr – rechnerisch 15 € pro Monat.

Wie hoch ist die Kinderzulage?

Ein zulageberechtigter Elternteil erhält pro Kind 1 € Kinderzulage je eigenem Euro bis 300 € Eigenbeitrag. Damit sind maximal 300 € Kinderzulage pro Kind und Jahr möglich, solange die gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.

Wie hoch ist der Mindestbeitrag?

Für die Grundzulage müssen unmittelbar Förderberechtigte mindestens 120 € Eigenbeitrag im Jahr in den eigenen Altersvorsorgevertrag einzahlen.

Kann ich mehr als 1.800 € pro Jahr einzahlen?

Ja. In einen Altersvorsorgevertrag können jährlich bis zu 6.840 € eingezahlt werden. Die beitragsproportionale Zulagenförderung ist jedoch auf maximal 1.800 € Eigenbeitrag begrenzt.

Gibt es zusätzlich einen Steuervorteil?

Eigenbeiträge bis 1.800 € zuzüglich Zulagenanspruch können im Rahmen des Sonderausgabenabzugs berücksichtigt werden. Das Finanzamt prüft mit der Günstigerprüfung, ob daraus ein zusätzlicher steuerlicher Vorteil oberhalb der Zulagen entsteht. Die konkrete Höhe hängt von deiner persönlichen Steuerlage ab.

Wer ist ab 2027 förderberechtigt?

Der Kreis wird erweitert. Neben den bisherigen unmittelbar Berechtigten können insbesondere auch selbständig Erwerbstätige mit Einkünften nach § 15 oder § 18 Abs. 1 Nr. 1–3 EStG sowie Pflichtmitglieder berufsständischer Versorgungseinrichtungen unmittelbar förderberechtigt sein, wenn die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind.

Kann ich ETFs nutzen?

Ja. Das Gesetz ermöglicht Altersvorsorgedepots ohne Garantie, in denen im gesetzlichen Rahmen geeignete Investmentfonds eingesetzt werden können. Welche ETFs oder Fonds ein konkreter Anbieter zulässt, hängt vom zertifizierten Produkt ab.

Ist mein eingezahltes Geld garantiert?

Beim Altersvorsorgedepot ohne Garantie nein. Daneben können ab 2027 Garantieprodukte mit 80 % oder 100 % Garantie angeboten werden. Höhere Renditechancen gehen beim garantiefreien Depot mit höheren Schwankungs- und Verlustrisiken einher.

Was passiert mit meinem bestehenden Riester-Vertrag?

Er genießt Bestandsschutz und kann grundsätzlich mit der bisherigen Förderung weitergeführt werden. Es gibt keine automatische Kündigung oder Umwandlung.

Kann ich aus einem bestehenden Riester-Vertrag wechseln?

Ja, ein freiwilliger Wechsel in die neue Förderung oder in ein neues zertifiziertes Produkt kann möglich sein. Ob das wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt unter anderem von Garantien, Kosten, Restlaufzeit und persönlicher Situation ab.

Wann komme ich an das Geld?

Die reguläre Auszahlungsphase beginnt grundsätzlich frühestens mit 65 und spätestens mit 70. Zu Beginn sind bis zu 30 % Teilkapital möglich; der übrige geförderte Teil kann als lebenslange Leibrente oder über einen Auszahlungsplan mindestens bis zum 85. Lebensjahr ausgezahlt werden.

Wie werden Auszahlungen besteuert?

Soweit Beiträge, Zulagen und Erträge in der Ansparphase steuerlich gefördert wurden, werden die daraus resultierenden Leistungen in der Auszahlungsphase grundsätzlich nachgelagert besteuert. Für ungeförderte Beiträge gelten differenzierte steuerliche Regeln.

Was kostet das Orientierungsgespräch?

Das erste Orientierungsgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Es verpflichtet dich zu keinem Abschluss.

Fachliche Grundlage

Offizielle Quellen – nicht nur Marketingaussagen.

Die Königswege-Seite diente bei der Benutzerführung und Themenstruktur als Orientierung. Förderwerte und gesetzliche Aussagen wurden für diese Überarbeitung mit offiziellen Quellen abgeglichen.

Bundesministerium der Finanzen: FAQ zur Reform der geförderten privaten Altersvorsorge
Förderformel, Förderberechtigung, Sonderausgabenabzug, Auszahlung, Bestandsverträge und Wechsel.
Bundesregierung: Private Altersvorsorge reformiert
Inkrafttreten ab 1. Januar 2027, Produktwelt, Riester-Bestand und Grundzüge der Förderung.
Deutsche Rentenversicherung: Altersvorsorge-Reformgesetz
Fördersystematik, Standarddepot, Steuer- und Produktgrundlagen.
Deutscher Bundestag: Gesetzgebungsverfahren zum Altersvorsorgereformgesetz
Verkündung am 29. Mai 2026 und Inkrafttreten der wesentlichen Reformteile am 1. Januar 2027.
Wichtiger Hinweis

Information ist nicht gleich individuelle Empfehlung.

Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information und stellen keine individuelle Anlage-, Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Der Rechner verwendet vereinfachte Modellannahmen. Förderberechtigung, Zulagen, steuerliche Auswirkungen, Produktkosten und Eignung müssen im Einzelfall geprüft werden. Kapitalmarktanlagen können Wertschwankungen und Verlustrisiken unterliegen. Konkrete Empfehlungen oder Vermittlungen erfolgen erst nach Betrachtung der persönlichen Situation und ausschließlich im jeweils geltenden gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmen.

Häufig gesucht

Fragen und Antworten

Was ist das Altersvorsorgedepot ab 2027?

Das Altersvorsorgedepot ist eine neue zertifizierte Form der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge. Es kann ohne Beitragsgarantie kapitalmarktnah investieren; daneben bleiben Garantieprodukte mit 80 oder 100 Prozent Garantie möglich.

Wie hoch ist die Grundzulage ab 2027?

Bei unmittelbarer Förderberechtigung gibt es 50 Cent Grundzulage je Euro Eigenbeitrag bis 360 Euro im Jahr und 25 Cent je Euro für weitere Beiträge bis insgesamt 1.800 Euro. Maximal sind 540 Euro Grundzulage pro Jahr möglich.

Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen?

Bestehende Riester-Verträge genießen Bestandsschutz und können grundsätzlich mit der bisherigen Förderung weitergeführt werden. Ein Wechsel in die neue Förderung oder in ein neues Produkt kann freiwillig geprüft werden.